Das Werden eines Linumas

Der Moment, in dem Bewusstsein Form annimmt

Werden

 

Initiiert durch das Gespräch mit einem Kind entstand eine erneute Hinwendung zum freien Zeichnen.

Ohne festgelegte Absicht bewegt sich die Hand über das Papier – der Melodie von Musik oder dem Klang von Sprechstimmen folgend, manchmal gehört, manchmal nur innerlich wahrgenommen, mitunter bei geschlossenen Augen. Aus dem entstehenden Liniengewebe füllen sich einzelne Formen intuitiv und ohne vorgegebene Ordnung. Erst in diesem Wechselspiel von Linie und Fläche treten nach und nach Gestalten hervor, die sich zu eigenständigen Wesen verdichten.

Während des Hervorhebens entstehen nicht nur Bildräume, sondern auch narrative Impulse. Es formen sich ganze Geschichten, Sätze oder poetische Fragmente. In meiner Vorstellung entwickeln sich daraus kleine Szenen oder Kammerstücke, die Ausdruck suchen und über das bloße Malen hinauswirken. So eröffnen sich Möglichkeiten, die Werke in unerwartete Richtungen zu führen.
Dabei tragen die Linumas Qualitäten in sich, nach denen Menschen heute intuitiv suchen – Ruhe, Frieden und Leichtigkeit.

Sie folgen keiner vorgezeichneten Komposition. Sie zeigen sich – sie werden. Ihre Themen entwickeln sich während des Entstehens: Unbeschwertheit, Verbundenheit, Tiefe und zutiefst menschliche Momente.

So entstehen Bildwelten, die aus Intuition geboren sind, eine klare innere Ordnung tragen und eine subtile spirituelle Dimension entfalten – poetisch, offen und von sanfter Präsenz.
Sie eröffnen einen Blick auf die Welt, wie Kinder ihn noch haben – unvoreingenommen, staunend und voller Offenheit.

Die erste Edition der Linumas trägt den Titel ‚Botschafter‘. Ihre Werke und Geschichten sind in Kürze auf der Seite Edition zu entdecken.“



Das Werden eines Lunimas - einer intuitiven neographischen Zeichnung