Mein Weg

Rückblick auf meine Schaffensphasen

 

Mein künstlerischer Weg führte mich zu einer neuen Form des Ausdrucks: Seit Dezember 2025 entstehen neben meiner gewohnten Malerei intuitive Zeichnungen, die ich „Linumas“ nenne. Sie entstehen in einem konzeptionell angelegten Prozess, der Struktur und Intuition verbindet.

Herstellung von SteinpigmentenSeit 2023 arbeite ich mit selbst hergestellten Pigmenten aus Steinen und Erden, die einen wesentlichen Bestandteil meines Schaffens bilden. Ungiftige, mechanisch hergestellte Pigmente* ergänzen die Farbpalette. Ergänzend setze ich Aquarellfarben, Ölkreiden, Bleistift und weiche, wasservermalbare Malstifte (Woodys) ein. Die Pigmente binde ich mit Sojamilch.

Woodys, Buntstifte für KinderFür feine Linien oder Akzente nutze ich Woodys, die sich gut mit den Naturpigmenten verbinden. Als Malgrund bevorzuge ich schweres Papier, auf dem die grobkörnigen Pigmente besonders lebendig wirken.

Meine Arbeitsweise folgt dem Moment und der Intuition: Wahl der Pigmente, Werkzeuge und Linienführung entwickeln sich während des Malens. Kreativität empfinde ich dabei als Energie, die durch mich hindurchfließt.

2021 begann ich, mich intensiv mit Mixed-Media-Techniken auseinanderzusetzen und besuchte Online-Kurse bei Nicholas Wilton (Kalifornien) und Pauline Jans (Kanada). Dabei entwickelte ich eine Vorliebe für Kontraste, besonders Schwarz und Weiß, und experimentierte mit Acryl auf schwerem Papier sowie vielfältigen Markmaking-Tools.

Öl auf Leinwand, abstrakt gemaltAb 2011 besuchte ich das Malhaus in Ratingen, die Malschule von Anja Schultz. Dort vertiefte ich meine Kenntnisse im Portraitzeichnen und fand schließlich zur abstrakten Malerei. Gleichzeitig entdeckte ich die Ölmalerei, deren geschmeidige Konsistenz, langen Trocknungszeiten und die Möglichkeit, Schichten übereinander zu legen, mich besonders faszinieren. Aus gesundheitlichen Gründen arbeite ich heute nicht mehr mit Öl.

Bereits 2010 begann ich, großformatig mit Abstraktes Bild Buddhas, Öl auf LeinwandAcrylfarben auf breitrandigen Leinwänden zu arbeiten. Ich experimentierte mit Strukturpasten, Gelen und kräftigen, deckenden Farben und entdeckte meine Vorliebe für das Abstrakte. Inspiration fand ich zunächst in Makrofotografien aus Zeitschriften, die ich malerisch in kleinen Ausschnitten umsetzte. Viele Werke aus dieser Zeit existieren heute nicht mehr, da ich sie später mit Öl übermalte.

Meine künstlerische Laufbahn begann mit der Freude am Zeichnen. Schon Mitte zwanzig besuchte ich einen Zeichenkurs an der Volkshochschule, um meine Fähigkeiten zu vertiefen, und hielt alles Mögliche mit Bleistift fest – selbst mit einem eingegipsten Finger.

Malen und Zeichnen Hefte Über mehrere Jahre begleitete mich die Zeitschrift Malen und Zeichnen, die mir die Welt der Kunst eröffnete. Zunächst arbeitete ich mit Tusche, später mit Aquarellfarben, und erlernte die Techniken Schritt für Schritt durch Workshops und kontinuierliches Üben.

Nur wenige Werke aus dieser Zeit sind erhalten; die meisten habe ich verschenkt. Einige ausgewählte Arbeiten finden Sie im Menüpunkt „Werke“.

Mein Dank gilt meinem Kunstlehrer auf dem Gymnasium, der meine Begabung für das Zeichnen erkannte und meinen Wunsch, mich auf diesem Weg auszudrücken, entscheidend bestärkte.

 

  1. *Brentonicoerde: Sie ist ein natürliches, anorganisches Mineralpigment aus Venetien/Italien und bereits seit der Antike bekannt. Hauptmineralien sind Glaukonit und Seladonit. Es ist vollkommen ungiftig und lichtecht.
  2. *Pompejanisch Rot: „Pompejanisch Rot ist ein Erdpigment von rotbrauner Farbe, dessen Hauptbestandteile Eisennoxide und Silikate sind. Es … wird durch Brennen von Terra di Siena natur aus der Toskana hergestellt.“ (www.materialarchiv.ch)
  3. *Ultramarinblau: Ultramarinblau wird durch Verbrennen von Quarz, Kaolin, Soda und Glaubersalz gewonnen und ist ungiftig. Es hat eine Lichtechtheit von 7-8.
  4. *Mineralisch Gelb: Dieses Pigment gehört zur Gruppe der Spinelle und ist ein häufig vorkommendes Mineral der Mineralklasse der Oxide und Hydroxide. Es ist stabil und absolut ungiftig.

 

Mein Weg ins Licht durch eine Baumallee