Zeitgeäst
Drittes Werk der Serie ‚Verbundenheit‘
2026
49 x 49 cm
Mixed Media Collage mit Pigmenten aus Sand- und Tonstein, gebunden mit Sojamilch, Tusche, Bunt- und Bleistift auf Papier
Preis: 750,- €
Die Zeit, sie verzweigt sich
in Linien und Ästen,
verbindet früher mit heute und mit morgen
und ist dabei doch nur ein Raum.
Das Werk ‚Zeitgeäst‘ macht das Phänomen der Zeit und der tiefen Verbundenheit visuell und haptisch erfahrbar. Durch das bewusste Zerreißen und Fragmentieren einer alten Acrylarbeit wird die Vergangenheit nicht gelöscht, sondern dekonstruiert – sie bildet die energetische und physische Basis für das Neue. Das „Früher“ bleibt im „Heute“ als Fragment sichtbar und fest verbunden.
Zwei dichte, dunkle Formmassen in tiefen Indigo- und Violetttönen dominieren das Geschehen und erzeugen eine starke Diagonale. Sie lassen die Bildmitte als bewusste, atmende Leere frei – ein unberührter Raum inmitten der dichten Zeitstrukturen.
Den glatten, synthetischen Relikten der alten Acrylflächen wird eine kompromisslose, erdige Materialität entgegengesetzt: Fein geriebener, rauer Sandstein und ein apricotfarbener Tonstein überlagern die Farbschichten an ausgewählten Stellen.
Gestische, filigrane Linien aus blauer Tusche sowie feine Verästelungen aus Bunt- und Bleistift greifen die Risskanten der Collage auf. Wie feines Geäst oder Wurzelstränge verbinden sie die gegensätzlichen Elemente. Als feine Verzweigungen, in denen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufeinandertreffen und miteinander verschmelzen, verbinden sie die gegensätzlichen Elemente des Bildes im Raum.
Zeitgeäst ist das unbeschönigte visuelle Protokoll eines Raumes, in dem Zeit fließt und alles miteinander verbunden bleibt.
Für diese Serie (Zeitgewebe, Zeitspur, Zeitgeäst) habe ich mich bewusst dazu entschlossen, bestehende, auf Papier gemalte Acrylarbeiten zu zerreißen. Die so entstandenen Fragmente sollten die Grundbausteine für neue Werke darstellen.
Auf diese Art und Weise wollte ich mich dem Thema Verbundenheit nähern. Linien, die verweben, die Spuren legen und sich verästeln, verbinden das Getrennte. Die Logik dieses Vorgangs führte schließlich dazu, dass das Phänomen Zeit in seinen verschiedensten Ausformungen zum eigentlichen Hauptthema wurde.
Da die drei Arbeiten konzeptionell als geschlossenes Triptychon aufgebaut sind, werden sie bevorzugt als Gesamtheit abgegeben. Der Gesamtpreis für die dreiteilige Serie liegt bei 2025,- €.







(C) Ilona Nowak 2026
(C) Ilona Nowak 2023